RAUS AUS DEM ALLTAG: MEINE 10 LEARNINGS AUS EINEM MONAT URLAUB MIT KIND UND BUSINESS

Im September war ich auf Urlaub. Ja, ein ganzes Monat lang! Wie cool, oder?! Während andere nach den Sommerferien ab dem 1. September wieder „Business as usual“ machten, bin ich auf Urlaub gefahren – nach Italien ans Meer. Meine Tochter habe ich natürlich mitgenommen. Und eine liebe Freundin. Und mein Business.

Ob das alles so eine gute Idee war und was ich aus meinem persönlichen Projekt „Raus aus dem Alltag“ gelernt habe, habe ich hier niedergeschrieben.

Begonnen hat mein Urlaub mit einer 9-stündigen Autofahrt. Ich hatte die romantische Vorstellung während der Fahrt ein bisschen arbeiten zu können, zwischendurch einen Power-Nap zu machen und mit meiner Prinzessin ein paar Spiele zu spielen.

Wie heißt es so schön? Das Leben ist das was dazwischen kommt, wenn du Pläne machst. Das sollte mich in diesem Urlaub noch öfter begleiten. Aber eines nach dem Anderen.

Du kannst dir schon denken, dass ich während der Autofahrt weder ein paar Themen recherchiert oder mein neues Notizbuch eingeweiht, noch geschlafen habe. Dafür war ich für Spaß, Spiel und Schokolade zuständig. 9 lange Stunden lang.

Aber egal! Abends waren wir endlich am Meer und konnten sogar kurz mit nackten Füßen durch den Sand laufen. So weit, so gut. 🙂

Ausgeschlafen und voller Vorfreude haben wir dann am nächsten Tag erst mal unser Apartment eingerichtet, den Kühlschrank aufgefüllt und die Umgebung erkundet.

Wir haben uns sofort wohlgefühlt und bei richtig tollem Wetter den Strand und das Meer genossen. Aber ich hatte ein Problem: Ich konnte nicht abschalten. Den ganzen Sommer über habe ich auf Hochtouren gearbeitet, Produkte entwickelt, Content erstellt und mein Business promotet. Jetzt war ich genervt, dass das Wlan nicht wirklich funktionierte und ich meinen Kopf voll mit Aufgaben, Projekten und Terminen hatte.

Zum einen lag es sicher daran, dass ich mir für den September keine saubere Planung gemacht hatte. Zum Anderen aber auch daran, dass ich mir zu viel vorgenommen hatte.

Meine Prinzessin war den ganzen Urlaub über super agil und wollte am liebsten alles jetzt und sofort und gleichzeitig. Ich habe sie für ihre Begeisterungsfähigkeit und Unbeschwertheit beneidet! 

Was in Italien trotzdem anders lief als zu Hause? Morgens gab es keinen Wecker. Wir haben bis auf meine wenigen Businesstermine die Tage auf uns zukommen lassen und sind erst nachmittags oder abends, wenn wir hungrig waren, vom Strand weggegangen.

In der zweiten Woche hat sich dann alles eingependelt. Ich habe Zeit zum Arbeiten gefunden und konnte dadurch die freie Zeit besser genießen. 

Ein großer Aha-Moment: Ich wende aktuell sehr viel Zeit für administrative Tätigkeiten auf. Zeit, die ich lieber am Strand oder einfach nur mit meiner Prinzessin verbringen wollte. Das hat mich im Urlaub so geärgert, das ich seither ernsthaft überlege, ein*e Assistent*in mit ins Boot zu holen.

Trotz tollem Wetter, Stand, Meer und einer glücklichen Prinzessin hatte ich den ganzen Urlaub über immer wieder ein Gefühl der Unzufriedenheit. Ich konnte erst nicht ausmachen warum und hab es erst mal angenommen. Später kam dann die Erkenntnis: Ich bin unzufrieden, weil ich zu hohe Erwartungen an mich selbst habe. Ich dachte tatsächlich, dass ich im Urlaub weiter Gas geben könnte – nur halt nicht in den gewohnten 4 Wänden.

Irgendwann hat sich das Gefühl von „ich muss doch noch das und das erledigen“ in etwas anderes verwandelt. Nämlich in „die Idee muss ich sofort mal durchdenken“ und „das will ich auch noch unbedingt machen“.

Es war spannend für mich zu beobachten, wie plötzlich so viele neue Ideen aus mir heraussprudelten und ich so richtig Spaß daran hatte, einige davon auch gleich umzusetzen.

Ich will hier aber keinen falschen Eindruck hinterlassen. Ich habe nicht jeden Tag gearbeitet und keineswegs so viele Stunden wie zuhause. Wir haben viel unternommen, einen Ausflug nach Venedig gemacht, den örtlichen Kinderrummel besucht und jede Menge Eis und Pizza gegessen.

Bis 5 Minuten vor der Ankunft zuhause war ich noch im totalen Urlaubsmodus. Dankbar für die schöne Zeit und die vielen neuen Erinnerungen war ich aber auch froh wieder zuhause zu sein.

Jetzt willst du sicher noch wissen, was ich aus diesem Monat für mein Business gelernt habe, oder? Here we go:

 

Meine Learnings

Learning #1

Ich bin keine Maschine und kann nicht von jetzt auf gleich den Schalter von Arbeitstier auf Urlaubsqueen umlegen.

 

Learning #2

Ich mache Dinge in meinem Business, auf dich ich keine Lust mehr habe und die ich eigentlich abgeben könnte.

 

Learning #3

Die heißen Phasen im Business dürfen von ruhigeren Phasen unterbrochen werden. Ich muss nicht 365 Tage Vollgas geben. Und dann darf der Laptop auch mal zugeklappt bleiben und ich darf die Zeit so richtig genießen.

 

Learning #4

Strategien, die zu hause gut funktionieren, dürfen auch mitreisen. In meinem Fall: In der Früh vor allen anderen aufstehen und die Zeit nutzen.

 

Learning #5

Ortsunabhängiges Arbeiten ist möglich, wenn die Strukturen es zulassen und das Wlan mitspielt.

 

Learning #6

Die besten Ideen habe ich, wenn ich gar nicht danach suche.

 

Learning #7

Wenn ich nicht alles (ver)plane, bleibt viel Zeit für unverhoffte Dinge. – Auch im Business!

 

Learning #8

Mit einem Ziel vor Augen und der passenden Ausrüstung, kann auch der steilste Weg gemeistert werden. Durchhalten lohnt sich! 

 

Learning #9

Je mehr ich in meiner Mitte bin, desto weniger kann mich etwas aus der Bahn werfen.

 

Learning #10

Schau dir gut an, mit wem du wie lange wegfahren willst bzw wie eng oder locker der Aufenthalt gestaltet sein soll.

 

Fazit

Ich bin Mama. Und ich bin Unternehmerin. Das bin ich egal wo ich bin und egal zu welcher Uhrzeit. Da gibt es nichts, was sich abstellen lässt oder was man abstellen müsste. Aber es liegt an mir eine gute Balance zu finden, damit ich jede Facette meines Ichs voll und ganz genießen kann.

Der nächste Urlaub ist schon geplant! 😉

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