Vom Kopfbusiness zum Herzensbusiness: Meine persönliche Story

Ich bin seit Frühling 2016 selbstständig und seit dem hat sich einiges getan. Ich sage ja immer: Das eigene Business ist Persönlichkeitsentwicklung und Selbstcoaching in einem. Denn beim Auf- und Ausbau so eines Online-Business sind wir immer wieder mit Themen konfrontiert, die es zu beleuchten, zu entdecken, zu entwirren und zu bearbeiten gilt.

Themen die weniger mit Marketing und Strategie zu tun haben, sondern viel mehr mit dem wer wir sind, was wir wirklich wollen und was in uns steckt. Und das Schöne ist, dass man sich damit immer wieder auseinandersetzen darf. Ich selbst bin gerade mitten in einer solchen Phase, die Veränderungen nach sich ziehen wird.

Nach 3 Jahren Selbstständigkeit befinde ich mich gerade in meinem bisher einschneidensten Transformationsprozess. Und zwar weg vom Kopfbusiness hin zum Herzensbusiness.

Das bedeutet für mich zum einen mehr auf mein Herz und weniger auf den Kopf zu hören und andererseits auch eine Neupositionierung meines Business. – Dazu aber später mehr.

 

Warum ich mich eigentlich selbstständig gemacht habe

Im Frühling 2016 war ich nach 2-jähriger Elternkarenz gerade frisch geschieden und ein halbes Jahr zurück in meinem Angestelltenjob. Ich habe damals 24 Stunden pro Woche gearbeitet und wie es leider oft ist, habe ich mit „so wenig Stunden“ meine alte Position als Marketingverantwortliche nicht mehr bekommen.

Ich war unzufrieden, weil die neue Position mich nicht gefordert hat und unglücklich, weil ich mit meiner Prinzessin fast jeden Morgen ein Drama hatte, wenn ich sie bei der Tagesmutter abgab.

Es war klar, dass ich – in der Welt in der wir leben – Geld verdienen musste um finanziell für uns beide sorgen zu können. Aber es hat mich angekotzt, dass ich nicht bei meiner Tochter sein konnte, wo sie mir doch eindeutig zeigte, dass sie mich brauchte. Stattdessen bin ich 4 Tage die Woche 6 Stunden lang an einem Schreibtisch gesessen und hab Aushilfstätigkeiten gemacht.

Ich war regelrecht zerrissen zwischen „Geld verdienen müssen“ und „für mein Kind da sein zu wollen“.

Dieses System hat sich von Anfang an falsch angefühlt. Warum muss ich über alle Bedürfnisse hinweg mein Kind von jemand betreuen lassen, obwohl ich bei ihr sein will. Um einen Job zu machen, der mich nicht erfüllt, „nur“ um Geld zu verdienen.

Mir ging es damit nicht gut und auch meine Tochter hat trotz liebevoller Tagesmutter täglich gelitten.

Nach einem halben Jahr alleinerziehend und im Angestelltenjob war der Leidensdruck für uns beide so groß, dass wir nicht mehr konnten.

 

Also musste eine Lösung her!

Eine Lösung, die es mir erlaubt flexibel auf die Bedürfnisse meiner damals 3-jährigen eingehen zu können und die es mir erlaubt mich selbst zu verwirklichen.

Ich habe damals über Jobwechsel, Bildungskarenz und einfach kündigen und Sozialhilfe nachgedacht. In einigen der schlaflosen Nächsten habe ich im Internet nach Lösungen und Informationen gesucht. Und da bin ich zum ersten mal auf die Idee gekommen, ein eigenes Online-Business zu gründen.

Womit war dann (vom Kopf her) schnell klar: Marketing und Kommunikation. Das habe ich gelernt und immer schon gemacht und das war (vom Kopf her) das einzige, das ich „konnte“.

Von anfangs Webseitenerstellung über Kommunikationskonzept und Social Media-Betreuung bin ich innerhalb meines ersten Jahres als Selbstständige bei Content-Marketing und Strategieberatung für Solo-Unternehmerinnen gelandet.

Und das hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ich konnte viele Unternehmerinnen dabei unterstützen ihre ganz persönliche Strategie zu finden und diese zeiteffizient umzusetzen. Dafür bin ich unheimlich dankbar!

Trotzdem hat sich Anfang dieses Jahres immer wieder eine gewisse Unzufriedenheit und damit verbunden ein bisschen Trägheit eingeschlichen. Ich dachte ich sei einfach müde und habe dem nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das Business muss ja „laufen“. 😉

Was aber tatsächlich los war? – Hier schließt sich der Kreis wieder zur persönlichen Entwicklung:

Ich habe in den letzten drei Jahren sehr viel über mich selbst gelernt. Ich weiß jetzt viel besser was mir wichtig ist, welche Werte in meinem Leben Priorität haben und wie ich meine und die Bedürfnisse meiner Tochter gut damit verbinden kann.

 

Berufung leben

Jeder Mensch, wirklich jeder Mensch hat eine bestimmte Lebensaufgabe, davon bin ich überzeugt. Es ist das Geschenk in Form von Gaben und Talenten, welches man mit auf diese Welt nimmt und beinhaltet Potenzial und Einzigartigkeiten.

Geschenke sind dazu da, zu geben und nicht zu verstecken. So ist es auch mit der Lebensaufgabe. Sie ist wie ein innerster Kern, ein roter Faden im Leben. Und weisst du was das Tolle ist? Die eigene Lebensaufgabe und den roten Faden zu erkennen und zu leben gibt uns eine tiefe Zufriedenheit, ein intuitives Wissen und eine Kraft, am richtigen Ort zu sein und zu bewirken mit dem was wir sind – sie sind unser innerer Kompass.

Wenn wir unsere Lebensaufgabe und den roten Faden nicht kennen, werden wir mit der Zeit unzufrieden und grau und lassen uns zu fest vom Aussen von den Anderen führen.

Also entscheide ich mich jetzt gerade bewusst für dein Potenzial und meine Einzigartigkeit. Denn ich will blühen und vor Lebendigkeit sprühen.  Ich will dein Potenzial vollkommen ausschöpfen und meine kostbare Lebenszeit jeden Tag mit dem verbringen was ich von Herzen wirklich tun möchte.

Ich spüre tief in mir, dass es nicht mehr nur darum geht selbstständig, statt angestellt zu sein.

Ich weiß jetzt, dass ich aus einem bestimmten Grund hier bin. Und das hat sich für mich in den letzten Monaten und Wochen immer mehr gezeigt. Ich spüre, dass es jetzt an der Zeit ist, meine Bestimmung anzuerkennen und ihr zu folgen.

Viel mehr will ich über meine Erfahrungen, meine Message und die Themen sprechen, die mich bewegen: Wie es ist, als alleinerziehende Mama selbstständig zu sein und wie Frau den Spagat zwischen Kind(ern) und Business hinbekommt. Denn ich weiß mittlerweile, dass es kein Entweder erfolgreich im Business, oder viel Zeit für die Familie zu haben sein muss. Es darf alles zusammen sein – und zwar mit Freude und Leichtigkeit.

 

Was das für dich bedeutet?

Aus Marketingsicht positioniere ich mich also neu am Markt: Anderes Thema und spitze Zielgruppe.

Für dich als Leserin bedeutet das, dass du bei mir nicht mehr (nur) Inputs und Tipps zum Thema Content-Marketing bekommst, sonder dazu wie du als alleinerziehende Mama mit deinem eigenen Business dein Leben kreieren kannst, das deinen Werten und Bedürfnissen entspricht.

Bei mir wird sich künftig alles um die Themen

  • Businessaufbau,
  • Aussteigen aus dem System,
  • Eltern-Kind-Beziehung,
  • Innere Prozesse und
  • Mindset

drehen. Und ich werde dich mit auf meine Reise nehmen und dir viele Einblicke in mein Leben und mein Business geben.

Egal ob du alleinerziehend bist, eine*n neue*n Partner*in hast oder verheiratet bist und dich „nur“ alleinerziehend fühlst: Auch du kannst aus dem System aussteigen und dein Leben so gestalten wie du dir das wünscht.

 

Lots of Love ♥

8 Gedanken zu „Vom Kopfbusiness zum Herzensbusiness: Meine persönliche Story

  1. Angela Antworten

    Liebe Andrea, was für ein wahnsinns Prozess. Wow! Und ja, es geht immer wieder darum ein Stück mehr bei sich selbst anzukommen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, welch tolle Workshops du nun kreierst. Viel Erfolg und vor allem Erfüllung wünsche ich dir.

    • Andrea Erhart Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Angela, herzlichen Dank! Ich bin auch gespannt, was sich daraus nun alles entwickeln wird und ich freue mich richtig darauf. 🙂

  2. Sinem Sasmaz Antworten

    Hi Andrea,
    ich finde deinen Beitrag sehr, sehr berührend. Ich kann es gut nachvollziehen, mir ging es ähnlich! Als Alleinerziehende und Autorin ist für mich die Selbstständigkeit die einzige Möglichkeit, mein Leben so zu gestalten, wie ich es für richtig halte. Ich glaube, dass deine neue Positionierung die Frage nach deinem persönlichen Warum integriert und dir die Motivation und Energie geben wird, weiterzumachen. Ich finde deine Newsletter übrigens super, normalerweise lese ich nur ausgewählte, weil ich viele so unauthentisch finde. Vielen Dank hierfür! Liebe Grüße Sinem

    • Andrea Erhart Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Sinem,
      danke für dein Feedback! 💖 Ja, es fühlt sich so an als wäre ich ganz bei mir angekommen und kann nun wieder aus meiner vollen Kraft schöpfen.
      Freut mich sehr, dass dir meine Newsletter gefallen. 🙂
      Liebe Grüße,
      Andrea

  3. Theresa Antworten

    Wow, GRATULIERE zu diesem mutigen Schritt! Deine Arbeit ist sooooo wichtig & ich finde deine “Nachjustierung“ echt genial! Meine Motivation, mich Selbstständig zu machen, war damals ne ähnliche wie deine. Ich wollte Kinder & Karriere, nicht “entweder, oder“! Deine Situation, alleinerziehend, bringt weitere Herausforderungen, die viele vielleicht daran hindern läßt, ihren Traum zu leben. Dich als Role Model zu haben, ist da so wichtig & inspirierend! Viel Erfolg!!

    • Andrea Erhart Autor des BeitragsAntworten

      Vielen Dank für das schöne Feedback, liebe Theresa! Das motiviert mich noch mehr! 🙂

  4. Natalie Antworten

    Liebe Andrea,
    ich hab es dir an anderer Stelle schon gesagt: Ich bin stolz auf dich. Das ist eine riesige Entwicklung und ein riesiger Schritt! 🙂 Ich freue mich sehr auf alles Neue was da von dir kommt! Und ich finde es auch wichtig, dass es mehr Vorbilder gibt, die den Weg einfach mal vorgehen und zeigen, wie es laufen kann! <3

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